Ein 27 Minuten Epos in vier Akten: “Latent Being” von Refik Anadol in Berlin

An einem durchschnittlichen Tag werden auf Instagram ca. 95 Millionen Posts geteilt. Dabei landen die unterschiedlichsten Dinge im Netz. Ob Fotos vom letzten Ausstellungsbesuch, Bilder von Freund*innen, spannende Architektur und vieles mehr. Für den Medienkünstler Refik Anadol genau das richtige Material, um seiner Erinnerungsmaschine das Fantasieren beizubringen.

Von Raiko Sánchez

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I’m dreaming of a white christmas …

Liebe(r) Freund*in und Leser*in,
wir wünschen Dir eine feine Weihnachtszeit und einen wundervollen Start in das Jahr 2020!

Hinter uns liegt ein Jahr, auf das wir durchaus einmal stolz sein können!

Endlich haben wir die Marke von 90 Künstler*innen in unserer Portfolio-Datenbank erreicht! Es erwartet Dich dort Kunst aus Deutschland, Österreich, Portugal, Spanien, Frankreich, Israel, USA, England, u.v.m.

Unser TV-Format “VASiSTAS TV” erfreute sich im vergangenen Jahr auch immer größerer Beliebtheit. Bereits sechs  tolle Folgen sind im Kasten. Die letzte, den “VASiSTAS FERNSEHGARTEN”, kannst Du Dir hier noch einmal in Ruhe anschauen. Gerne möchten wir uns bei unseren Sponsoren bedanken, ohne die dieses Projekt nicht möglich wäre! Danke also an das Café OHA! der HfBK Dresden und das Studentenwerk Dresden!

Und der Blog? Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass wir unser Team enorm erweitern und etliche tolle Radakteur*innen für uns gewinnen konnten.

Was bleibt uns jetzt noch übrig, als uns bei Dir noch einmal ganz doll zu bedanken! Lass Dich fein beschenken, genieße die Zeit mit der Familie und Freunden und wir sehen uns im nächsten Jahr!

Auf bald!

 


 

Dear friend and reader,
we wish you a nice Christmas season and a wonderful start into the new year 2020!

We have a year behind us that we can be a little proud of!

We have finally reached the 90 artist mark in our portfolio database! There is art from Germany, Austria, Portugal, Spain, France, Israel, USA, UK and many more waiting for you.

Our TV format “VASiSTAS TV” enjoyed increasing popularity last year. There are already six great episodes in the box. The last one, the “VASiSTAS FERNSEHGARTEN”, ​​can be viewed here again. We would like to thank our sponsors, without whom this project would not be possible! So thanks to the Café OHA! of the HfBK Dresden and the Studentenwerk Dresden!

And the blog? We are very pleased that we have been able to expand our team enormously and have been able to win a number of great editors and writers.

What is left for us to say, as giving a big “thank you” to you again! Let yourself be gifted, enjoy the time with family and friends and see you next year!

See you soon!

Die Malerei ist tot? Nicht wirklich, denn diese Ausstellung beweist uns das Gegenteil!


Vergangenen Donnerstag eröffnete im Semperdepot Wien die zweiteilige Ausstellung PROSPEKTIVE mit 45 künstlerischen Positionen der Malerei. Ein Austausch zwischen der Hochschule für bildenden Künste Dresden und der Akademie der bildende Künste Wien – eine Positionierung junger Kunstschaffender in der zeitgenössischen Kunst.

von Laura Gerstmann

Wer geglaubt hat, dass Ausstellungen nur entstehen, wenn ein institutioneller Antrieb oder eine etablierte Person vorhanden ist, hat sich getäuscht. Seit langem organisieren Kunstschaffende sich und Ausstellungen selbst. So auch in diesem Fall.

Die Idee für eine gemeinsame Exposition entstand 2018 in Wien während des Erasmusaustausches Lena Dobners im Fachbereich für Malerei und erweiterten Bildraum bei Daniel Richter. Der Vorschlag sorgte nicht nur in Wien für große Befürwortung, sondern auch in Dresden in der Fachklasse für Malerei und bildnerisches Gestalten / Bildforschung Ralf Kerbachs. Hauptorganisatorinnen der Ausstellung waren hierbei Lena Dobner (Klasse Kerbach) und Nina Gross (Klasse Richter).

Ausstellungsansicht PROSPEKTIVE // Semperdepot Wien

Groß war der Drang nach internationalen Austauschmöglichkeiten, um sich aus dem eigenen Terrain hinauszubegeben. Daher findet PROSPEKTIVE auch in Wien UND Dresden statt. Die Künstler*innen sind dabei mit vor Ort und reisen in die jeweilige Stadt.

Es geht hier nicht nur um das reine Zeigen von Kunst, sondern um das aktive Miteinander. Auch der Austausch soll sich nicht nur auf die Maler*innen selbst beschränken, sondern ebenso zwischen Kunsthistoriker*in und Kunstschaffendem stattfinden. So wurde in beiden Städten jeweils ein/e Kunsthistoriker*in gesucht, die für die Auswahl der Werke, das Verfassen der Katalogtexte und die Hängung zuständig waren. Für Wien fiel dabei die Wahl auf   Paolina Wandruszka und für Dresden auf Liam Floyd.

“PROSPEKTIVE” zeigt 45 Werke Kunstschaffender, die entweder am Ende, mittendrin oder erst am Anfang ihrer künstlerischen Ausbildung stehen. Diese vielschichtige Auswahl ist bewußt gesetzt, denn Kunst soll hier in ihrer Vielfältigkeit bestehen und eben auch Entwicklungsprozesse nicht kaschieren. Was alle Werke miteinander vereint? Es handelt sich ausschließlich um malerische Positionen. Absichtlich wurde der Ausstellung kein übergreifendes Thema gegeben, sondern sie eher als Statement formuliert.

Ausstellungsansicht PROSPEKTIVE // Semperdepot Wien

In einer Zeit, in der die aktuelle Kunstszene von modernen Kunstformen, wie Installationen, Performances und Objektkunst dominiert wird, fällt die Malerei oft „hinten runter“, wird als altmodisch und nicht zeitgemäß bezeichnet. Diese 45 Künstler*innen möchten gegen dieses (Vor)Urteil angehen und mit ihren Werken zeigen, dass auch die Malerei, mag sie als Genre zwar alt sein, mindestens die gleiche Wertschätzung verdient hat, wie ihre modernen und jüngeren Geschwister. “PROSPEKTIVE” versteht sich daher als ein Blick in die Zukunft, der sich nicht mit dem derzeitigen Status der Malerei zufrieden gibt, sondern sich und ihr einen neu definierten Platz sucht.

Die Ausstellung zeigt gleichzeitig die Mannigfaltigkeit von Malerei. Von abstrakter bis zu figürlicher Malerei ist alles vorhanden – sogar ein malerisches Objekt, als  Zwischengattung. 

„In die Malerei wird immer weniger Gewicht gelegt, obwohl es eine Formensprache ist, die nie aussterben wird!“

So unternimmt man vielleicht anfänglich noch den Versuch, das Werk “von Sepia bis Königsblau” von Nina Gross mit einem schnellen Blick zu begreifen, um dann zu verweilen und in fast perfekt ausgearbeiteter Flächigkeit und starker Struktualität zu versinken. Das Vorhaben, die genaue Stimmung und Atmosphäre des Bildes zu benennen, scheitert zwar, mindert die Faszination jedoch keineswegs.

Nina Gross “von Sepia bis Königsblau” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Eine abstrakte Arbeit, welche einen zum sofortigem stehen bleiben auffordert, ist “Strecke” von Lena Dobner. Richtungsweisende Linien führen einen zwar zunächst in das Zentrum des Bildes, dennoch zuckt der Blick immer wieder umher und sucht nach einer Möglichkeit zum Ausruhen zwischen den explosiv aufeinander prallenden Farbflächen – jedoch ohne Erfolg. Ein preußisch blaues Quadrat in der rechten oberen Bildhälfte scheint durch seine greifbare Struktur eine kurze Ruhe zu simulieren. Dennoch misslingt jeglicher Versuch eine Assoziationen mit dem Dargestellten herzustellen. Es ist nicht der Betrachter, der hier die Möglichkeit bekommt, sich dem Bild anzunähern; es ist das Bild selbst, dass den Betrachter gänzlich überrollt und zwingt einzutauchen.

Lena Dobner “Strecke” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Streift man weiter durch den Raum, trifft man auf das Werk “Kumpels” von Felina Wießmann, dass sich mit der Thematik der Bergbauindustrie auseinandersetzt. Hier liegt der Fokus weniger beim gegenständlichen Abbilden des zentralen Motivs, als vielmehr bei der Dekonstruktion figürlicher Malerei.

Felina Wießmann “Kumpels” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Expressive Abstraktion zeigt uns Ina Fasching mit “Schaugericht”, während Sina Neubergers “Tiger” stilistisch an die Unbeschwertheit einer Kinderzeichnung erinnert. 

Ina Fasching “Schaugericht” // Photo Credit: Lion Hoffmann
Sina Neuberger “Tiger” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Kennzeichnungen an den einzelnen Werken sucht man in dieser Ausstellung allerdings vergeblich. Doch dahinter steckt Kalkül: Es ist nicht wichtig, ob die jeweilige Arbeit einer Stadt, einer Uni oder einer Klasse zugeordnet werden kann. Denn es soll hier einzig und allein um den Dialog zwischen Kunst(werk) und Betrachter*in und eben um die Malerei an sich gehen.

Jede/r Maler*in ist der Frage ausgeliefert: Was ist zeitgenössische Malerei?

So ist “PROSPEKTIVE” zum einen der Versuch die Malerei im aktuellen Zeitgeschehen zu positionieren und zum anderen eine Antwort auf die Frage, was denn überhaupt zeitgenössische Malerei ist. Es geht den Macher*innen der Ausstellung darum das Publikum zu sensibilisieren, damit so ein Bewusstsein für das Medium Malerei zurückerlangt werden kann, das an manchen Stellen fehlt. Und dies geschieht nicht mit aufdringlicher Dominanz und lautem “Schreien”, sondern mit selbstbewusster Präsenz, die Raum für Vielfalt schafft und dieses altehrwürdige Medium eben keineswegs tot wirken lässt.

Ausstellungsansicht PROSPEKTIVE // Semperdepot Wien

Wenn du jetzt Lust auf die Ausstellung bekommen hast:
PROSPEKTIVE ist noch
bis zum 5. Dezember 2019 im Semperdepot Wien und vom 15. Mai bis 14. Juni 2020 im Oktogon der HfBK Dresden zu sehen.

PROSPEKTIVE beinhaltet Werke von: Julia Johansson, Anna Kuen, Hannah Schaffran, Negra Bernhard, Olga Corcilius, SooYoung Park, Veronika Suschnig, Nina Gross, Merlin Grund, Stefan Pfattner, Marc Henry, Sina Neuberger, Albert Gouthier, Felina Wießmann, Aren Shahnazaryan, Marina Pohl, Janna Gerdes, Hamid Yaraghchi, Ana Pireva, Arbi Jaballah, Tine Nedbo, Tillman Ziola, Teresa Heiliger, Jessica Grundler, Robert Czolkoß, Petar Bocin, Donya Hosseinivand, Lena Dobner, Sarah Steuer, Jakob Kolb, Murat Önen, Ina Fasching, Gene Hünniger, Felix Balzer, Borbala Ida Gergely, Leon Schmidt, Lion Hoffmann, Michael Nagelburg, Anna Ditscherlein, Pia Weissinger, Haruka Tomotaka, Daniel Silva Flandez, Fabian Köttl, Mona Pourebrahim, Julia Wießinger.

She BAM! What about Women in Art?


The representation of female artists is still a problem. She BAM! has been founded by Laetitia Gorsy who consciously advocates representation for female artists with her gallery She BAM!. The gallery is located at the Leipziger Baumwollspinnerei and does pop-up in different cities as well. She BAM! aims to work with women artists, creative women, collectors, curators, other gallery owners and all people who support women in arts.

Some facts that are in need to be changed! She BAM! is a very precisely curated gallery space in which artistic practices in diversity find unity and at the same time enable a discourse about the actual art market. A conversation about women in Arts.

von Laura Gerstmann

She BAM!’s gallerist Laetitia Gorsy

A lot has happened in the last five years, especially in the institutional area. The long overdue museum rehabilitation of the representation of female artists has taken place. For example, Maria Balshaw, director of the Tate Britain, announced that she would only be showing works by women in the Collection of Art from 1960 from April for at least a year. At the auctions 2018 was a record year for women. The most expensive living artist Jenny Saville earned 12.4 Million Dollars at Sotheby’s in London with her work “Popped”; which is nothing compared to David Hockney. The most expensive living male artist generated a value of 80 million dollars with “Portrait of an Artists (Pool with tow Figures)”.

Only a brief look at the numbers reveals to everyone to what extent the price categories between gender differ. All the while the first person who painted an abstract picture was a woman, the swedish painter Hilma af Klint. She created her first abstract painting in 1906. Four years before Wassily Kadinsky is said to have painted his first abstract masterpiece to 1910. Probably he painted it in 1913. It disappeared, so no one will know. But only Wassily, not Hilma, receives recognition.

Exhibition View, Paulina Semkowicz, « Bathingsuit and Surroundings », August 2019

VASiSTAS
You originally come from France, how did you get to Leipzig? As a curator or as an artist? What was your practice?

Laetitia Gorsy
At this time, I came to Leipzig, after applying for a residency called One-Sided Story, which were located at the 3rd floor of the Halle 14, in the Baumwollespinnerei. That was just after getting my diploma in graphic design at the art school of Strasbourg. The studies were more like artistic research between visual communication and personal practice. I was very interested in making self-published editions with images, photographs, illustrations, and texts. I considered at this moment my books as small nomad galleries in which pages were my walls. I explored the possibilities of narration and rhythm through the pages as space. I self-published my books, besides this, I was collaborating in that direction with other artists as well. That was maybe how I started to be interested in curatorial research.

VASiSTAS
So the idea of an own gallery came up?

Laetitia Gorsy
A bit later. First, after my studies, I lived between Paris and Strasbourg working for a fashion magazine as an art director besides my personal practice. It was actually my first serious job but I thought I had to move on to discover a bit more the world… I had a friend in Leipzig and I heard about the city, so I decided to go there and check out what was possible. I found this residency and went for the adventure with under my arm, very small luggage. That was, at first, planned for a couple of months.

Dorothée Louise Recker, Mais le soleil ne le sait pas, 2019, oil on canvas, 150 x 150 cm

VASiSTAS
And how long did you stay in Leipzig / How long did the residency take part? 

Laetitia Gorsy
I was supposed to stay for three months, but then I stayed a bit longer and longer with go and back between France and Germany. At this moment, I learned to know Fugitif, a French-German residency program based in Leipzig. I started to be seriously involved there and through Fugitif, I wrote down a large curatorial program and won a grant from the cultural ministry and the OFAJ-DFJW for the 50th anniversary of the Elysée-Vertrag to realize it. That was sort of a cultural program, with 5 different workshops in France and in Germany covering topics such as anonymous art and pop imagery. I did this for one year living between France and Germany.

After this, I started to work for a French gallery that opened in the Spinnerei area. I managed the gallery for a couple of years. I was also part of the Cultures of the Curatorial’s program at the HGB and wrote articles for the French magazine Konbini. Then the gallery brutally closed and after a short retreat to Greece, that was the right moment to launch She BAM!.

Opening of “Permanence” – collaborative exhibition, May 2019 – pict. Enrico Meyer

VASiSTAS
She BAM! represents only female artists, how did that idea come up?

Laetitia Gorsy
The idea has been thoroughly reflected and came up during my last experience as a gallery manager, where we represented a lot of male artists, not only, but that was very determinant. They were really nice and I liked some of them, don’t get me wrong. But there was something quite unbalanced that I could also analyze more largely in the art world. Should we be ok with that? There are just, for me, too many male artists and male positions are monopole of the representation. After a couple of times, I was definitely convinced that it was not due to a lack of women artists in the art world but more due to some conscious choices and a systemic problem.

I am now creating She BAM! mostly to bring up an idea of a balance through a provocative position. That’s simply a fact, there is no equality between women and men in the arts, such as in lots of other different domains. Empowering women artists underlines the fact that there is an important issue to solve which is worth to be defunded and dismantled.

 

“She BAM! also develops a studio design section and offers art consulting.”

 

Dorothée Louise Recker, Performance « Transition », June 2019

VASiSTAS
And for you it was important that it will be a gallery?

Laetitia Gorsy
Yes, I wanted it to be a gallery with windows in France and in Germany. I come from underground organizations and I still appreciate to dive into unconventional   formats but I was also seriously managing a commercial gallery where I was not the owner for a couple of years. I am excited to launch my own gallery space with my rules and that’s very challenging. It’s great to jump into the cold water and try to get warm. I was happy to build my own program, where I am able to diffuse artworks in good conditions and creating a self-economy is important in respect of my desire for autonomy and independency.

Anna Nero ,Moonshine (Cellini), 2019, oil acrylic and marker on canvas, 180 x 130 cm

 

“She BAM! is a gallery space very precisely curated where artistic practices find unicity in their diversity”

 

VASiSTAS
Is it important to insist on the fact that you are a gallery exclusively representing women artists practices ?

Laetitia Gorsy
At the starting point, I was hesitating. Should I make it a topic or not? Yes of course, and when I started to talk about it around me I also recognized that the people wanted to hear more about it, people were curious and excited that a gallery sitting on the art market is actually defending a civic cause. I saw that some people could identify themself with the concept, or that they wanted to support it as a political issue. I decided then to openly communicate and not to act like  everything was «normal». I am doing that space dedicated to women practices and it can be said. I support women’s artistic engagement and fight with them to be represented and to be much more considered. Why should it be kept non-said?

VASiSTAS
And are there also men who try to get in touch with She Bam!?

Laetitia Gorsy
Yes, but that’s obviously just not the right place for them. Art History has been written from a male perspective as we know, so they achieved enough place on earth to do exhibitions. She BAM! is dedicated to women artists exclusively.

Exhibition view, Céline Le Gouail, « This Very Long Wait », June 2019

VASiSTAS
Does art has a gender ?

Laetitia Gorsy
I can’t answer that question, yes, no,  maybe… I don’t know. When I see an art piece or a practice it talks to me or not, and that has nothing to do with pure gender. The idea of gender has nothing to do with your own intuitive approach and direct feeling of an art piece. Gender is a political and a social issue more than only an idea of an identity. It’s definitely something interesting, important and also difficult to discuss.

 

“She BAM! enables a discourse about the actual art market.”

 

VASiSTAS
How do you handle the showroom? 

Laetitia Gorsy
At the moment, the space itself is very tiny, 18m2, no windows, no heating. As infrastructure, there is nothing besides a tiny table. The constraints make it definitely very exciting. At the end you have really to consider each square meter when you’re taking decisions. I’ve never be a big fan of white-cube and I am very keen on adapting the space to each new exhibition. We are really working together with the artists on how we will present the works related to the exhibition concept. Such a small space created immediately an immersive impression, it’s very nice to use this impulsion to think about what we are doing. It turns often in very long and good discussions about the artist’s practice.

She BAM! is working on women artists representation, it is a feminist bubble, but it is absolutely crucial to say that when we are working with the artist in the space, we are speaking about art, about their art. The feminist discourse and position of the gallery is in the background all the time, but what we want to show within the exhibition is art; new international and various positions in France and Germany.

Exhibition View, Anna Nero, « Shiny Shiny », September 2019

VASiSTAS
How do you think the status of female artists will develop over the next few years?

Laetitia Gorsy
It’s hard to say, thinking about equality only concerns a minority of people and that’s very sad. At the moment, this questions are very current and people might more think more about equality, but it should not just sound like a wave. The rise of women artists could be more anchored within the next years but as soon as you stop fighting it will mend and patriarchy comes back like a mushroom on a wall. No one will ask you to fight for women and minorities rights, but if you want to do it you have to keep the power continuously up to keep it alive.

VASiSTAS
What are the next projects of She BAM! ?

Laetitia Gorsy
The 2020’s program is going to be very exciting with projects and exhibitions in Germany and in France. It would also be great to spend time on writing to find out what’s going on through She BAM! and share our experiences with other networks, but well, just follow us !

 


If you want to know more about She BAM! we recommend their Instagram-account.

Featured Image by Enrico Meyer 

Bei den Fischen schlafen – Unterwasser bei “The Rock”


Die Unterwasserausstellung “The Rock” von Tobi Keck präsentierte am 15. August einen Tag lang künstlerische Positionen von 24 Künstler*innen im Westbruch Brandis bei Leipzig. Inwiefern machte der Rahmen hierbei die Kunst?

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Dresden ist ein bedeutender Standort für Technologie & Forschung. Doch was hat die lokale Kunstszene davon?

Besonders in Reiseführern, auch unter Touristen wird Dresden oft und gerne mit der italienischen Stadt Florenz verglichen und trägt so den Beinamen “Elbflorenz”. Doch auch ein bekanntes Zentrum der Halbleiter- und Computertechnologie in Kalifornien (USA) hat hier bei uns einen Namensvetter: Was die Amerikaner Silicon Vally nennen, heißt bei den Sachsen (keep it simple) “Silicon Saxony“!

Dresden gehört mit seinen zahlreichen Unternehmen aus der Technologie- und Forschungsbranche ebenfalls zu diesem sogenannten “Spitzencluster”, der sich im Raum um die Städte Dresden, Freiberg und Chemnitz angesiedelt hat. Seit Gründung im Jahr 2008 erfährt dieser Cluster in Sachsen ein enormes Wachstum und eine scheinbar unendliche Dynamik.

Spiegelt sich diese Entwicklung auch in der lokalen (Medien)Kunstszene wider? Welche Anknüpfungspunkte können entstehen? Welche Potenziale schlummern dort (noch) im Verborgenen? Gibt es Hindernisse & Probleme? Welche Netzwerke gibt es oder sollten in Zukunft zwischen Wirtschaft und Kunst/Kultur gespannt werden?

Um diese und andere Fragen zu klären oder auch gemeinsam neue zu entwicklen laden jetzt das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden gemeinsam mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste erstmalig am 10.9.2019 von 11 bis 17 Uhr zum “Fachtag DIGITALE TRANSFORMATION und MEDIENKUNST” ins Festspielhaus ein.

Vorab wird ein Einblick in die aktuelle Situation in der Region geworfen. Danach stellen nicht nur Akteure und Akteurinnen der lokalen Medienkunstszene sich und ihre Visionen, Vorstellungen und Pläne vor sondern auch etablierte Institutionen und die Kulturverwaltung kommen zu Wort.

So soll der Fachtag DIGITALE TRANSFORMATION und MEDIENKUNST eine Gelegenheit geben, eine gemeinsame Zukunft für die Medienkünste in Dresden zu entwickeln.

Alles noch einmal im Überblick:

Fachtag DIGITALE TRANSFORMATION und MEDIENKUNST
Am: 10.09.2019
Von: 11:00 bis 17:00 Uhr
Im: Dalcroze-Saal (Festspielhaus HELLERAU)
Karl-Liebknecht-Straße 56
01109 Dresden

EINTRITT IST KOSTENLOS!

Das detaillierte Programm findest Du hier:
https://www.hellerau.org/de/event/fachtag-medienkunst/

(Titelfoto: © Stephan Floss)