Ohne diese Orte hätten wir keine Geschichten zu erzählen.


Unter dem Hashtag #nadannmachdochmal fordern der Konglomerat e.V. und weitere Dresdener Initiativen einen offenen Dialog und eine Diskussion über die Errichtung von “Zukunftsschutzgebieten” in der Stadt.

Auch wenn wir überall Baustellen und Kräne sehen und gefühlt an jeder Ecke ein neues Gebäude entsteht: Von diesem boomenden Immobilienmarkt haben einige Akteuere keinen Vorteil, denn die Raumsituation für kulturelle und selbstorganisierte Initiativen sieht düster aus.

Nicht erst die Meldung über einen möglichen Umzug der Ostrale von Dresden nach Chemnitz (vgl. sz-online.de vom 19.05.2018) hat die generelle Diskussion über ein bezahlbares Raumangebot und die politische Einstellung seitens der Stadt wieder in den Fokus gerückt.

Seit Jahren leiden Vereine/Initiativen wie beispielsweise die GEH8 in Pieschen, ELEXIR, Tagträumer, das Areal an der Lösnitzstraße 17 (Neustadt) oder der Co-Working Space an der Könneritzstraße 25 (Friedrichstadt) unter einer einseitigen Stadtentwicklung und/oder keiner klaren Position der Stadtverwaltung.

Dabei braucht eine Stadt Räume abseits einer renditeorientierten Immobilienwirtschaft. Neben etablierten Museen, Theatern und Konzerthallen liefern Off-Spaces und andere selbstorganisierte Kunst- & Kulturorte ein ebenso reichhaltiges und spannendes Programm.

Auch wir von VASiSTAS brauchen diese Plätze ausserhalb des Mainstreams. Denn genau dort sehen wir unseren inhaltlichen Schwerpunkt der Berichterstattung und finden die Geschichten die wir auf unserem Blog erzählen wollen.

Daher rufen auch wir zur Diskussion auf und fordern ein “Zukunftsschutzgebiet”! Damit das Folgende kein Traum bleibt:

“Wir laufen durch die Stadt, es ist 2025. Wir kommen an einem seit 2018 bestehenden „Zukunftsschutzgebiet“ vorbei. Von außen hört man feines Schleifpapierschmirgeln, eine sachliche Diskussion, die sich mit in Töpfen klimpernden Kochlöffeln abwechselt und eine Bigband, die dem Sommerabend vielstimmig entgegenposaunt. Jemand öffnet das Fenster und bittet uns herein, hier ist heute ein Fest.”

(Aus dem Essay “Na dann machen wir mal – Streifzug durch ein städtisches Stimmungsbild“)

TERMIN:
Pressekonferenz am 21.06.2018 um 9 Uhr Rosenstraße/Jagdweg 1-3, 01159 Dresden

Mehr Infos zur Kampagne unter:
http://www.nadannmachdoch.de/

 

Christian Raetsch

written by Christian Raetsch

founder of VASISTAS, administrator, project-coordinator | Diploma in Fine Arts, lives and works in Dresden, Germany

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