DANIEL THEILER

Daniel Theiler lives and works in Leipzig, Germany

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CV

 

2017 MFA study program, Bauhaus–University Weimar | Member of Phyllis Johnson Studio, Spinnerei Leipzig | 2014 Artist and Architect, Architects Chamber Nr. 5496 | 2012 – 2013 von Ballmoos Krucker Architects, Zurich, Switzerland | 2011 Co-Founder ifsu – Institute for Social Urbanistics, Zurich,Switzerland | 2010 – 2012 Egli Rohr Partner Architects AG, Baden, Switzerland | 2008 – 2009 Studies of Architecture, ETH Zurich, Switzerland | 2007 – 2008 Studies of Architecture University of Strathclyde, Glasgow | 2004 – 2010 TU Berlin, Diploma of Architecture, Dipl.-Ing.

EXHIBITIONS/PROJECTS

 

2017 3. Berliner Herbstsalon. Maxim Gorki Theater, Berlin | Stattfinden Festival, Glasfabrik Leipzig. Kunstraum D21 e.V., Leipzig | Reformation/Transformation – Art for Social Change. Internationales Kunstprojekt, Leipzig | Macht Masse Kollektiv, Kunstverein gegenwart e.V. Leipzig | Zukunftsvisionen, Second Attempt e.V., Görlitz | Ortung X Biennale, Stadt Schwabach | 8. Höhler Biennale, Gera | 2016 Raster : Beton – Internationales Festival für Kunst und Architektur, D21, Leipzig | Sommerschau, Haus der Architekten, Dresden, Chemnitz, Leipzig

Grands / Scholarships
2016 – 2017
Common Purpose Stipendium. Matrix-Programm, Leipzig | 2016 Artist in Residence Raster : Beton, Int. Festival für Kunst und Architektur, Leipzig | Auszeichnung für PRINZIP PLURAL, Wohnraum für alle, Werkbund Bayern, München | 2014 Wertschätzung für den Entwurf Wohnsiedlung Herdernstraße, Stadt Zürich


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Feel the Weight Performance, 1-Kanal Video, Sound, Farbe, 4:51 min. Daniel Theiler, Angelika Waniek Art for Social Change, Internationales Kunstfestival, Leipzig, 2017. In der gemeinsam erarbeiteten Performance Feel the Weight legen 14 Performer*innen die Nikolaisäule in Leipzig, ein Zeichen der friedlichen Revolution, imaginär zu Boden. Die Arbeit thematisiert gesellschaftliche Transformationsprozesse. Sie verdeutlicht unsere Verantwortung für Werte wie Freiheit, Frieden und Solidarität – Werte, die in unserer fragilen Gesellschaft immer wieder neu ausgehandelt werden müssen. Die Performance entstand im Rahmen des Kunstfestivals Art for Social Change der Weltgemeinschaft der reformierten Kirchen.
GGR – Grünau Golf-Resort Partizipative Installation Lackierte Holzbauten, Elektrocart, Mixed Media Raster : Beton – Internationales Festival für Kunst und Architektur, Leipzig, 2016. Das Grünau Golf-Resort (GGR) installierte über den Zeitraum von zwei Monaten in der Großsiedlung Leipzig Grünau einen fiktiven luxuriösen Golfklub und machte die Siedlung Grünau zu einem temporären Golf-Resort, das sich über sämtliche grüne Zwischenräumen der Siedlung erstreckte und dadurch alle Bereiche der Siedlung erfasste. Die großzügigen Grün- und Restflächen der Großsiedlung wurden durch die „Veredelung“ zur größten und urbansten Golfanlage der Welt. Sowohl die Bewohner_innen als auch Besucher_innen wurden für die Qualitäten des Siedlungsraums sensibilisiert und dazu angeregt, das Image der Siedlung zu hinterfragen. Gleichzeitig wurden die gegensätzlichen Klischees von Großsiedlungen und Golf gegeneinander „ausgespielt“. Die Bewohner_innen Grünaus wurden Teil eines exklusiven Golf-Resorts. Es fand eine Statusumkehr statt, die den Bewohnern und Bewohnerinnen ein zeitgemäßes kapitalistisch-geprägtes Image verpasste, das als Grundlage für ein neues angesehenes Milieu verstanden werden kann. In gewisser Weise kehrte die Exklusivität der ersten Jahre in die Plattensiedlung zurück.
Oh Lord, won´t you buy my Mercedes Benz? Installation Mercedes, Lackstifte, Leuchtkasten Kunstbiennale ortung X, Marktplatz Schwabach, 2017. „Ein alter, aber fahrtüchtiger Mercedes Benz in Schwarz – heute nur noch einen Bruchteil seines ursprünglichen Kaufpreises wert – ist das Vehikel für die Frage „Was ist Dir wichtig? / What do you value?“ Jeden Tag um 15 Uhr ertönt der titelgebende Janis Joplin-Song „Mercedes Benz“ mit den Textzeilen „Oh Lord, won’t you buy me a Mercedes Benz? … I wait for delivery each day until three…“. Das ehemalige Statussymbol und Prestigeobjekt korrespondiert in seinem zeitbedingten Wertverlust mit den persönlichen, materiell wertlosen Gegenständen, die der ehemalige Besitzer im Fahrzeug hinterlassen hat. Durch den Künstler erfahren die Dinge nun eine respektvolle Aufwertung im Sinne einer Erinnerungskultur. Die Winkekatze als Glücksbringer hinter der Frontscheibe soll den Betrachter dazu aufrufen selbst zum Künstler zu werden und seine individuellen, immateriellen Wertvorstellungen mit goldenen Lackstiften auf das Fahrzeug zu schreiben, bis der Wagen schließlich in neuem Glanz erscheint. „Die partizipative und performative Installation bringt die Werte der modernen Gesellschaft an die Oberfläche“ (Theiler). Am Ende wird die Frage nach dem neuen Wert des nunmehr künstlerisch vereinnahmten Mercedes ganz konkret gestellt: Er steht zum Verkauf.“ (Text: Christine Demele)