MAXIMILIAN STÜHLEN

Maximilian Stühlen lives and works in Dresden, Germany

WEBSITE

CV

 

1991 geboren in Bergisch Gladbach
seit 2011 HfBK Dresden (Klasse Sery)
2016 Leeds University for Fine Arts and Cultural Studies, UK

EXHIBITIONS/PROJECTS

 

2013 Summer in the City, Galerie am Jägertor, Potsdam | Pluralprojekt, Atelierhof Kreuzberg, Berlin | 2014 Sichtbetonung, Zentralwerk, Dresden | 2016 Strange Loop, EX14, Dresden | Interventionen, Kunsthaus Dahlem, Berlin | 2017 Leben-Zeit-Raum, Kunsthalle Bahnitz, Havelland | 2018 Diplomausstellung, HfBK Dresden

ABOUT HIS WORK

 

Eine Perspektive auf Kunstobjekte ist, sie als für den Austausch bestimmte Güter zu betrachten, die zirkulieren und ihre Besitzer_innen wechseln. Wenn sie nicht gezeigt werden, verbringen sie die meiste Zeit in Transportkisten, die entweder bewegt werden oder still in einem Depot verharren. Je öfter diese Kisten bewegt werden, also je mehr die Objekte gehandelt werden oder ausgestellt werden, desto höher wird ihr Wert veranschlagt.

Transportkisten sind die Vehikel, die zwischen den einzelnen Sphären des Kunstbetriebs vermitteln. Sie verpacken und machen die individuelle Form des Kunstwerks modular und somit transportierbar. Sie werden zum Investment-Vehikel. Während der Inhalt den Besitzer wechselt, wechselt die Kiste ungeöffnet den Regal-Standort. Es scheint mittlerweile so zu sein, dass der Inhalt in seiner physischen Form nicht mehr die notwendige Bedingung für eine solche Transaktion ist.

Mich interessieren jene Bereiche des Kunstbetriebs, die im Zusammenhang mit dieser Bewegung von Kunst stehen. Logistik, Infrastruktur – Freihandelszonen, Lager, Depots, Archive – Container, Kisten.

Dem zugrunde liegt die Frage nach der Sichtbarkeit von Kunst. Kunst ist da um rezipiert zu werden, sie strebt also in gewisser Weise nach Sichtbarkeit. Depots und Lager lassen sich als Transitzonen begreifen in denen Kunstobjekte darauf warten, sichtbar zu werden. An diesen Orten entzieht sich Kunst dem öffentlichen Blick. Sie verweilt in einem ewigen Transitzustand, der Bewegung und Stillstand zugleich ist und sich jedweder Transparenz entzieht. Dabei beschäftigt mich besonders jener Moment in dem Kunst verborgen bleibt. Was passiert mit ihr, wenn sie wartet und wie definiert sich dadurch der sie umfassende Raum?

Dabei gehe ich vom Kunstobjekt aus um zu fragen, welche Auswirkung dieser Umgang mit dem Objekt auf Kunst als solches hat.


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“Crates in Space“ 2018, MDF, Lack, LCD Bildschirm, Video (3D rendering)
“Crates in Space“ 2018, MDF, Lack, LCD Bildschirm, Video (3D rendering)
“Crates in Space“ 2018, MDF, Lack, LCD Bildschirm, Video (3D rendering)