Die Malerei ist tot? Nicht wirklich, denn diese Ausstellung beweist uns das Gegenteil!


Vergangenen Donnerstag eröffnete im Semperdepot Wien die zweiteilige Ausstellung PROSPEKTIVE mit 45 künstlerischen Positionen der Malerei. Ein Austausch zwischen der Hochschule für bildenden Künste Dresden und der Akademie der bildende Künste Wien – eine Positionierung junger Kunstschaffender in der zeitgenössischen Kunst.

von Laura Gerstmann

Wer geglaubt hat, dass Ausstellungen nur entstehen, wenn ein institutioneller Antrieb oder eine etablierte Person vorhanden ist, hat sich getäuscht. Seit langem organisieren Kunstschaffende sich und Ausstellungen selbst. So auch in diesem Fall.

Die Idee für eine gemeinsame Exposition entstand 2018 in Wien während des Erasmusaustausches Lena Dobners im Fachbereich für Malerei und erweiterten Bildraum bei Daniel Richter. Der Vorschlag sorgte nicht nur in Wien für große Befürwortung, sondern auch in Dresden in der Fachklasse für Malerei und bildnerisches Gestalten / Bildforschung Ralf Kerbachs. Hauptorganisatorinnen der Ausstellung waren hierbei Lena Dobner (Klasse Kerbach) und Nina Gross (Klasse Richter).

Ausstellungsansicht PROSPEKTIVE // Semperdepot Wien

Groß war der Drang nach internationalen Austauschmöglichkeiten, um sich aus dem eigenen Terrain hinauszubegeben. Daher findet PROSPEKTIVE auch in Wien UND Dresden statt. Die Künstler*innen sind dabei mit vor Ort und reisen in die jeweilige Stadt.

Es geht hier nicht nur um das reine Zeigen von Kunst, sondern um das aktive Miteinander. Auch der Austausch soll sich nicht nur auf die Maler*innen selbst beschränken, sondern ebenso zwischen Kunsthistoriker*in und Kunstschaffendem stattfinden. So wurde in beiden Städten jeweils ein/e Kunsthistoriker*in gesucht, die für die Auswahl der Werke, das Verfassen der Katalogtexte und die Hängung zuständig waren. Für Wien fiel dabei die Wahl auf   Paolina Wandruszka und für Dresden auf Liam Floyd.

“PROSPEKTIVE” zeigt 45 Werke Kunstschaffender, die entweder am Ende, mittendrin oder erst am Anfang ihrer künstlerischen Ausbildung stehen. Diese vielschichtige Auswahl ist bewußt gesetzt, denn Kunst soll hier in ihrer Vielfältigkeit bestehen und eben auch Entwicklungsprozesse nicht kaschieren. Was alle Werke miteinander vereint? Es handelt sich ausschließlich um malerische Positionen. Absichtlich wurde der Ausstellung kein übergreifendes Thema gegeben, sondern sie eher als Statement formuliert.

Ausstellungsansicht PROSPEKTIVE // Semperdepot Wien

In einer Zeit, in der die aktuelle Kunstszene von modernen Kunstformen, wie Installationen, Performances und Objektkunst dominiert wird, fällt die Malerei oft „hinten runter“, wird als altmodisch und nicht zeitgemäß bezeichnet. Diese 45 Künstler*innen möchten gegen dieses (Vor)Urteil angehen und mit ihren Werken zeigen, dass auch die Malerei, mag sie als Genre zwar alt sein, mindestens die gleiche Wertschätzung verdient hat, wie ihre modernen und jüngeren Geschwister. “PROSPEKTIVE” versteht sich daher als ein Blick in die Zukunft, der sich nicht mit dem derzeitigen Status der Malerei zufrieden gibt, sondern sich und ihr einen neu definierten Platz sucht.

Die Ausstellung zeigt gleichzeitig die Mannigfaltigkeit von Malerei. Von abstrakter bis zu figürlicher Malerei ist alles vorhanden – sogar ein malerisches Objekt, als  Zwischengattung. 

„In die Malerei wird immer weniger Gewicht gelegt, obwohl es eine Formensprache ist, die nie aussterben wird!“

So unternimmt man vielleicht anfänglich noch den Versuch, das Werk “von Sepia bis Königsblau” von Nina Gross mit einem schnellen Blick zu begreifen, um dann zu verweilen und in fast perfekt ausgearbeiteter Flächigkeit und starker Struktualität zu versinken. Das Vorhaben, die genaue Stimmung und Atmosphäre des Bildes zu benennen, scheitert zwar, mindert die Faszination jedoch keineswegs.

Nina Gross “von Sepia bis Königsblau” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Eine abstrakte Arbeit, welche einen zum sofortigem stehen bleiben auffordert, ist “Strecke” von Lena Dobner. Richtungsweisende Linien führen einen zwar zunächst in das Zentrum des Bildes, dennoch zuckt der Blick immer wieder umher und sucht nach einer Möglichkeit zum Ausruhen zwischen den explosiv aufeinander prallenden Farbflächen – jedoch ohne Erfolg. Ein preußisch blaues Quadrat in der rechten oberen Bildhälfte scheint durch seine greifbare Struktur eine kurze Ruhe zu simulieren. Dennoch misslingt jeglicher Versuch eine Assoziationen mit dem Dargestellten herzustellen. Es ist nicht der Betrachter, der hier die Möglichkeit bekommt, sich dem Bild anzunähern; es ist das Bild selbst, dass den Betrachter gänzlich überrollt und zwingt einzutauchen.

Lena Dobner “Strecke” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Streift man weiter durch den Raum, trifft man auf das Werk “Kumpels” von Felina Wießmann, dass sich mit der Thematik der Bergbauindustrie auseinandersetzt. Hier liegt der Fokus weniger beim gegenständlichen Abbilden des zentralen Motivs, als vielmehr bei der Dekonstruktion figürlicher Malerei.

Felina Wießmann “Kumpels” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Expressive Abstraktion zeigt uns Ina Fasching mit “Schaugericht”, während Sina Neubergers “Tiger” stilistisch an die Unbeschwertheit einer Kinderzeichnung erinnert. 

Ina Fasching “Schaugericht” // Photo Credit: Lion Hoffmann
Sina Neuberger “Tiger” // Photo Credit: Lion Hoffmann

Kennzeichnungen an den einzelnen Werken sucht man in dieser Ausstellung allerdings vergeblich. Doch dahinter steckt Kalkül: Es ist nicht wichtig, ob die jeweilige Arbeit einer Stadt, einer Uni oder einer Klasse zugeordnet werden kann. Denn es soll hier einzig und allein um den Dialog zwischen Kunst(werk) und Betrachter*in und eben um die Malerei an sich gehen.

Jede/r Maler*in ist der Frage ausgeliefert: Was ist zeitgenössische Malerei?

So ist “PROSPEKTIVE” zum einen der Versuch die Malerei im aktuellen Zeitgeschehen zu positionieren und zum anderen eine Antwort auf die Frage, was denn überhaupt zeitgenössische Malerei ist. Es geht den Macher*innen der Ausstellung darum das Publikum zu sensibilisieren, damit so ein Bewusstsein für das Medium Malerei zurückerlangt werden kann, das an manchen Stellen fehlt. Und dies geschieht nicht mit aufdringlicher Dominanz und lautem “Schreien”, sondern mit selbstbewusster Präsenz, die Raum für Vielfalt schafft und dieses altehrwürdige Medium eben keineswegs tot wirken lässt.

Ausstellungsansicht PROSPEKTIVE // Semperdepot Wien

Wenn du jetzt Lust auf die Ausstellung bekommen hast:
PROSPEKTIVE ist noch
bis zum 5. Dezember 2019 im Semperdepot Wien und vom 15. Mai bis 14. Juni 2020 im Oktogon der HfBK Dresden zu sehen.

PROSPEKTIVE beinhaltet Werke von: Julia Johansson, Anna Kuen, Hannah Schaffran, Negra Bernhard, Olga Corcilius, SooYoung Park, Veronika Suschnig, Nina Gross, Merlin Grund, Stefan Pfattner, Marc Henry, Sina Neuberger, Albert Gouthier, Felina Wießmann, Aren Shahnazaryan, Marina Pohl, Janna Gerdes, Hamid Yaraghchi, Ana Pireva, Arbi Jaballah, Tine Nedbo, Tillman Ziola, Teresa Heiliger, Jessica Grundler, Robert Czolkoß, Petar Bocin, Donya Hosseinivand, Lena Dobner, Sarah Steuer, Jakob Kolb, Murat Önen, Ina Fasching, Gene Hünniger, Felix Balzer, Borbala Ida Gergely, Leon Schmidt, Lion Hoffmann, Michael Nagelburg, Anna Ditscherlein, Pia Weissinger, Haruka Tomotaka, Daniel Silva Flandez, Fabian Köttl, Mona Pourebrahim, Julia Wießinger.

She BAM! What about Women in Art?


The representation of female artists is still a problem. She BAM! has been founded by Laetitia Gorsy who consciously advocates representation for female artists with her gallery She BAM!. The gallery is located at the Leipziger Baumwollspinnerei and does pop-up in different cities as well. She BAM! aims to work with women artists, creative women, collectors, curators, other gallery owners and all people who support women in arts.

Some facts that are in need to be changed! She BAM! is a very precisely curated gallery space in which artistic practices in diversity find unity and at the same time enable a discourse about the actual art market. A conversation about women in Arts.

von Laura Gerstmann

She BAM!’s gallerist Laetitia Gorsy

A lot has happened in the last five years, especially in the institutional area. The long overdue museum rehabilitation of the representation of female artists has taken place. For example, Maria Balshaw, director of the Tate Britain, announced that she would only be showing works by women in the Collection of Art from 1960 from April for at least a year. At the auctions 2018 was a record year for women. The most expensive living artist Jenny Saville earned 12.4 Million Dollars at Sotheby’s in London with her work “Popped”; which is nothing compared to David Hockney. The most expensive living male artist generated a value of 80 million dollars with “Portrait of an Artists (Pool with tow Figures)”.

Only a brief look at the numbers reveals to everyone to what extent the price categories between gender differ. All the while the first person who painted an abstract picture was a woman, the swedish painter Hilma af Klint. She created her first abstract painting in 1906. Four years before Wassily Kadinsky is said to have painted his first abstract masterpiece to 1910. Probably he painted it in 1913. It disappeared, so no one will know. But only Wassily, not Hilma, receives recognition.

Exhibition View, Paulina Semkowicz, « Bathingsuit and Surroundings », August 2019

VASiSTAS
You originally come from France, how did you get to Leipzig? As a curator or as an artist? What was your practice?

Laetitia Gorsy
At this time, I came to Leipzig, after applying for a residency called One-Sided Story, which were located at the 3rd floor of the Halle 14, in the Baumwollespinnerei. That was just after getting my diploma in graphic design at the art school of Strasbourg. The studies were more like artistic research between visual communication and personal practice. I was very interested in making self-published editions with images, photographs, illustrations, and texts. I considered at this moment my books as small nomad galleries in which pages were my walls. I explored the possibilities of narration and rhythm through the pages as space. I self-published my books, besides this, I was collaborating in that direction with other artists as well. That was maybe how I started to be interested in curatorial research.

VASiSTAS
So the idea of an own gallery came up?

Laetitia Gorsy
A bit later. First, after my studies, I lived between Paris and Strasbourg working for a fashion magazine as an art director besides my personal practice. It was actually my first serious job but I thought I had to move on to discover a bit more the world… I had a friend in Leipzig and I heard about the city, so I decided to go there and check out what was possible. I found this residency and went for the adventure with under my arm, very small luggage. That was, at first, planned for a couple of months.

Dorothée Louise Recker, Mais le soleil ne le sait pas, 2019, oil on canvas, 150 x 150 cm

VASiSTAS
And how long did you stay in Leipzig / How long did the residency take part? 

Laetitia Gorsy
I was supposed to stay for three months, but then I stayed a bit longer and longer with go and back between France and Germany. At this moment, I learned to know Fugitif, a French-German residency program based in Leipzig. I started to be seriously involved there and through Fugitif, I wrote down a large curatorial program and won a grant from the cultural ministry and the OFAJ-DFJW for the 50th anniversary of the Elysée-Vertrag to realize it. That was sort of a cultural program, with 5 different workshops in France and in Germany covering topics such as anonymous art and pop imagery. I did this for one year living between France and Germany.

After this, I started to work for a French gallery that opened in the Spinnerei area. I managed the gallery for a couple of years. I was also part of the Cultures of the Curatorial’s program at the HGB and wrote articles for the French magazine Konbini. Then the gallery brutally closed and after a short retreat to Greece, that was the right moment to launch She BAM!.

Opening of “Permanence” – collaborative exhibition, May 2019 – pict. Enrico Meyer

VASiSTAS
She BAM! represents only female artists, how did that idea come up?

Laetitia Gorsy
The idea has been thoroughly reflected and came up during my last experience as a gallery manager, where we represented a lot of male artists, not only, but that was very determinant. They were really nice and I liked some of them, don’t get me wrong. But there was something quite unbalanced that I could also analyze more largely in the art world. Should we be ok with that? There are just, for me, too many male artists and male positions are monopole of the representation. After a couple of times, I was definitely convinced that it was not due to a lack of women artists in the art world but more due to some conscious choices and a systemic problem.

I am now creating She BAM! mostly to bring up an idea of a balance through a provocative position. That’s simply a fact, there is no equality between women and men in the arts, such as in lots of other different domains. Empowering women artists underlines the fact that there is an important issue to solve which is worth to be defunded and dismantled.

 

“She BAM! also develops a studio design section and offers art consulting.”

 

Dorothée Louise Recker, Performance « Transition », June 2019

VASiSTAS
And for you it was important that it will be a gallery?

Laetitia Gorsy
Yes, I wanted it to be a gallery with windows in France and in Germany. I come from underground organizations and I still appreciate to dive into unconventional   formats but I was also seriously managing a commercial gallery where I was not the owner for a couple of years. I am excited to launch my own gallery space with my rules and that’s very challenging. It’s great to jump into the cold water and try to get warm. I was happy to build my own program, where I am able to diffuse artworks in good conditions and creating a self-economy is important in respect of my desire for autonomy and independency.

Anna Nero ,Moonshine (Cellini), 2019, oil acrylic and marker on canvas, 180 x 130 cm

 

“She BAM! is a gallery space very precisely curated where artistic practices find unicity in their diversity”

 

VASiSTAS
Is it important to insist on the fact that you are a gallery exclusively representing women artists practices ?

Laetitia Gorsy
At the starting point, I was hesitating. Should I make it a topic or not? Yes of course, and when I started to talk about it around me I also recognized that the people wanted to hear more about it, people were curious and excited that a gallery sitting on the art market is actually defending a civic cause. I saw that some people could identify themself with the concept, or that they wanted to support it as a political issue. I decided then to openly communicate and not to act like  everything was «normal». I am doing that space dedicated to women practices and it can be said. I support women’s artistic engagement and fight with them to be represented and to be much more considered. Why should it be kept non-said?

VASiSTAS
And are there also men who try to get in touch with She Bam!?

Laetitia Gorsy
Yes, but that’s obviously just not the right place for them. Art History has been written from a male perspective as we know, so they achieved enough place on earth to do exhibitions. She BAM! is dedicated to women artists exclusively.

Exhibition view, Céline Le Gouail, « This Very Long Wait », June 2019

VASiSTAS
Does art has a gender ?

Laetitia Gorsy
I can’t answer that question, yes, no,  maybe… I don’t know. When I see an art piece or a practice it talks to me or not, and that has nothing to do with pure gender. The idea of gender has nothing to do with your own intuitive approach and direct feeling of an art piece. Gender is a political and a social issue more than only an idea of an identity. It’s definitely something interesting, important and also difficult to discuss.

 

“She BAM! enables a discourse about the actual art market.”

 

VASiSTAS
How do you handle the showroom? 

Laetitia Gorsy
At the moment, the space itself is very tiny, 18m2, no windows, no heating. As infrastructure, there is nothing besides a tiny table. The constraints make it definitely very exciting. At the end you have really to consider each square meter when you’re taking decisions. I’ve never be a big fan of white-cube and I am very keen on adapting the space to each new exhibition. We are really working together with the artists on how we will present the works related to the exhibition concept. Such a small space created immediately an immersive impression, it’s very nice to use this impulsion to think about what we are doing. It turns often in very long and good discussions about the artist’s practice.

She BAM! is working on women artists representation, it is a feminist bubble, but it is absolutely crucial to say that when we are working with the artist in the space, we are speaking about art, about their art. The feminist discourse and position of the gallery is in the background all the time, but what we want to show within the exhibition is art; new international and various positions in France and Germany.

Exhibition View, Anna Nero, « Shiny Shiny », September 2019

VASiSTAS
How do you think the status of female artists will develop over the next few years?

Laetitia Gorsy
It’s hard to say, thinking about equality only concerns a minority of people and that’s very sad. At the moment, this questions are very current and people might more think more about equality, but it should not just sound like a wave. The rise of women artists could be more anchored within the next years but as soon as you stop fighting it will mend and patriarchy comes back like a mushroom on a wall. No one will ask you to fight for women and minorities rights, but if you want to do it you have to keep the power continuously up to keep it alive.

VASiSTAS
What are the next projects of She BAM! ?

Laetitia Gorsy
The 2020’s program is going to be very exciting with projects and exhibitions in Germany and in France. It would also be great to spend time on writing to find out what’s going on through She BAM! and share our experiences with other networks, but well, just follow us !

 


If you want to know more about She BAM! we recommend their Instagram-account.

Featured Image by Enrico Meyer 

Bei den Fischen schlafen – Unterwasser bei “The Rock”


Die Unterwasserausstellung “The Rock” von Tobi Keck präsentierte am 15. August einen Tag lang künstlerische Positionen von 24 Künstler*innen im Westbruch Brandis bei Leipzig. Inwiefern machte der Rahmen hierbei die Kunst?

Weiterlesen “Bei den Fischen schlafen – Unterwasser bei “The Rock””

Kennst du eigentlich? Heute: Galerie Gebr. Lehmann


Heute startet unsere neue Interview-Reihe “Kennst du eigentlich?”. Ab sofort stellen wir dir hier Orte vor, an denen Kunst gemacht, gezeigt, besprochen oder anderweitig zelebriert wird. In 10 Fragen und 10 Antworten lernst du nicht nur die Räume, sondern auch die Verantwortlichen dahinter besser kennen.

Den Anfang in unserer Serie machen Frank und Ralf Lehmann von der gleichnamigen Galerie  Gebrüder Lehmann. Ein echtes Urgestein mit Tradition in der Dresdner Galerielandschaft.

Von Isabella Engelhardt & Paula Wunderlich

VASiSTAS:
Stellt euch doch erst einmal vor, wer seid ihr denn überhaupt?

Galerie Gebr. Lehmann:
Galerie Gebr. Lehmann bedeutet Gebrüder, also mindestens zwei. Wir sind Frank und Ralf Lehmann und leiten die Galerie seit 30 Jahren. Frank ist rund fünf Jahre jünger. Wir haben weder Kunst noch Kunstgeschichte studiert.
Die Kennerschaft ist durch Liebe zur Kunst und die Nähe zu den Künstler*innen entstanden. Das kann man nicht studieren.

Frank und Ralf Lehmann. Foto: Galerie Gebr. Lehmann

 

“Mittlerweile ist hier die höchste Konzentration mit Orten für zeitgenössische Kunst in Dresden entstanden.”

 

VASiSTAS:
Wo findet man euch?

Galerie Gebr. Lehmann:
Seit einem reichlichen Jahr ist die Galerie am Neustädter Markt 11/12, mit Blick auf den Goldenen Reiter und den tollen Brunnen von Friedrich Kracht aus den 70er Jahren; auf das Blockhaus, welches das Archiv der Avantgarden von Egidio Marzona aufnehmen wird; zur Semperoper und zu den tollen Sonnenuntergängen, die nach Caspar David Friedrich aussehen. Nach Ewigkeiten im Hinterhof eine Offenbarung!

Mittlerweile ist hier die höchste Konzentration mit Orten für zeitgenössische Kunst in Dresden entstanden. Wenn ihr Glück habt, trefft ihr uns auch persönlich in der Galerie. Aber unser Team ist mindestens genauso gut wie wir!

Ausstellungsansicht von Lara Schnitger “Don’t Let The Boys Win.” in der Galerie Gebr. Lehmann vom 26.09.2017 bis 11.11.2017. Foto: David Pinzer

 

VASiSTAS:
Und wo findet man euch, wenn ihr gerade nicht in der Galerie seid?

Galerie Gebr. Lehmann:
Viel in Berlin, oft auf Messen, weltweit zu Ausstellungen von unseren Künstler*innen, Sammler*innen besuchen. Die Welt wird quasi fremdgesteuert erobert, dafür umso überraschender.

VASiSTAS:
Wie kam Dresden zu euch?

Galerie Gebr. Lehmann:
Wir waren schon da, quasi schon immer, in Dresden. Später kamen dann die richtigen Künstler*innen und auch Freund*innen dazu. Der Kreis wurde immer größer, reicht von Los Angeles bis Tokyo.

VASiSTAS:
Gibt es einen Moment, der euch besonders im Kopf geblieben ist?

Galerie Gebr. Lehmann:
Ganz viele!!! Begegnungen mit Curt Querner, Penck, Willy Wolff; unsere erste Eröffnung, als Christoph Tannert sprach; die erste Einzelausstellung eines Künstlers von uns Mitte der 90er Jahre in New York, wo wir uns ein billiges Hotelzimmer teilen mussten, weil wir kein Geld hatten. Und dann alle Galerieumzüge mit großen Festen.

Ausstellungsansicht “Textiles” in der Galerie Gebr. Lehmann vom 03.11.2018 bis 12.01.2019. Foto: David Pinzer

 

VASiSTAS:
Warum braucht euch Dresden?

Galerie Gebr. Lehmann:
Dresden braucht mehr als nur uns: eine gut funktionierende Szene für zeitgenössische Kunst. In der Äußeren Neustadt ist das alles eingeschlafen, aber am Neustädter Markt passiert richtig was. Das muss aber alles eigenständig bleiben und nicht von Kulturhauptstadtbewerbungen abhängig sein.

 

“Von unseren Künstler*innen werden wir noch immer inspiriert, sie verändern unseren Blick auf die Welt weiterhin.”

 

VASiSTAS:
Wer oder was hat euch inspiriert bzw. tut das vielleicht immer noch?

Galerie Gebr. Lehmann:
Die oben genannten Künstler*innen und besonders auch Wilhelm Müller. Mit Ihrer jeweiligen Kompromisslosigkeit was die eigene Kunst betrifft und Kunst allgemein. Müller hat damals unsere Künstler*innen auch wegen seiner gewagten Farbkombinationen begeistert. Und natürlich werden wir von ihnen noch immer inspiriert, sie verändern unseren Blick auf die Welt weiterhin.

VASiSTAS:
Was steht in Zukunft an?

Galerie Gebr. Lehmann: 
Unsere relativ neuen Räume immer weiter auszutesten und zu vereinnahmen, hoffentlich viele tolle Ausstellungen und ganz viel unterwegs zu sein für und mit unseren Künstler*innen. Die exotischsten sind Havekost in Los Angeles und Lüning auf der Kinderbiennale in Singapur.

VASiSTAS:
Was sollte man in nächster Zeit auf gar keinen Fall verpassen oder was kann man sich guten Gewissens sparen?

Galerie Gebr. Lehmann:
Die Ausstellung “Gegen die Unsichtbarkeit” im Japanischen Palais. Die vergessenen Frauen von Hellerau, mit tollen Objekten, tollem Design, sichtbar machen einer verrückten Epoche in Hellerau. Nichts Sehenswertes ist mir zum Glück gerade nicht untergekommen, habe wohl gut vorsortiert.

 

“Kunst hört nie auf Spaß zu machen.”

 

VASiSTAS:
Habt Ihr zum Ende noch ein treffendes Schlusswort oder eine Lebensweisheit für unsere Leser*innen?

Galerie Gebr. Lehmann:
Kunst hört nie auf Spaß zu machen, die Kennerschaft zu entwickeln ist nie zu Ende, immer offen für Überraschungen zu bleiben. Die Welt mit den Augen der Künstler*innen zu sehen ist immer wieder spannend und keinen Stillstand zulassen.

 


Aktuell gibt es  noch bis zum 27. April 2019 Lisa Pahlke mit ihrer Ausstellung zu sehen.

Die Galerie Gebr. Lehmann ist dienstags bis freitags von 11.00 Uhr bis 18.00 und samstags von 11.00 Uhr bis 16.00 geöffnet.

Noch mehr Informationen über vergangene, laufende und kommende Ausstellungen findest du auf ihrer Website. 

Du willst über einen ganz bestimmten Ort noch mehr wissen? Dann schreib uns gerne, was dich noch interessiert!

“If I were to create a world it would be a tidally locked Earth-like world where one side of the planet always faces the sun.”


Estevan Mykhail Guzman is a 3D animator with a passion for physics and space travel. He currently works at the Griffith Observatory in Los Angeles, California. As a “space artist” Estevan finds inspiration in science and space travel for his works. In October 2018 he was invited for an artist talk at PYLON-Lab in Dresden.

Weiterlesen ““If I were to create a world it would be a tidally locked Earth-like world where one side of the planet always faces the sun.””

Offener Brief zur Situation in Dresden

VASiSTAS hat einen offenen Brief zur Situation in Dresden erhalten. Wir haben diesen Brief mitunterzeichnet und wollen ihn nun hier allen zur Verfügung stellen. Gerne teilen!


 

„Sehr geehrte Damen und Herren,

was passiert, wenn die rechts-konservative Bündnisse im Zuge der anstehenden Wahlen an Macht gewinnen?

Diese Frage steht dieser Tage allerorts und überdeutlich im Raum. Einen sehr konkreten Vorgeschmack darauf, wie sich eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse zu Gunsten einer rechts-konservativen Mehrheit allein auf die Bereiche Kultur und Soziales auswirken wird – und schon jetzt auswirkt – gibt die aktuelle Situation im Dresdner Stadtrat. Denn hier ist diese beängstigende Version einer Zukunft bereits in der Realität angekommen – mit verheerenden Folgen. Als Tätige aus den Bereichen Kultur und Soziales in Dresden wenden wir uns an Sie in dieser kommunalpolitischen Angelegenheit, die beispielhaft ist für eine zunehmend rechte Orientierung auf Regierungsebene.

Im November 2018, kurz vor dem Beschluss des Doppelhaushalts 2019/2020 haben drei Abgeordnete die SPD-Fraktion verlassen. Ein Abgeordneter der Linken wechselte zur FDP. Seither bilden CDU, FDP und diese drei ehemaligen SPD-Abgeordneten, die nun als Bürgerfraktion auftreten, eine neue Mehrheit im Stadtrat – wenn sie mit der AFD kooperieren.

Und genau das passiert: bei den bisherigen Abstimmungen traten CDU, FDP, Bürgerfraktion und AFD bereits geschlossen auf. Ein Abstimmungsverhalten, das schon jetzt reaktionäre Züge aufweist, wie sich etwa in der konzeptionellen Rückkehr zur autofreundlichen statt fahrradfreundlichen Stadt am 24. Januar 2019 zeigte.

Auch für noch ausstehende Entscheidungen befürchten wir eine geschlossene Haltung dieses rechts-konservativen Bündnisses und sind in Sorge darüber, wie diese Entscheidungen nachhaltig das soziale und kulturelle Leben in Dresden beeinflussen werden.

Besonders deutlich wird dies im beschlossenen Doppelhaushaushalt 2019/2020. Bereits mit OB Hilbert vereinbarte und beschlossene Fördermittel für zahlreiche Projekte aus den Bereichen kommunaler Kultur, Soziales, Kinder- und Jugendhilfe und Gleichstellung kommen darin nicht mehr vor. Dabei entstehen die Mehrbedarfe als logische Folge steigender Kosten für Personal- und Sachausgaben. In den allermeisten Fällen reden wir hier also nicht von einer tatsächlichen Erhöhung der Förderung, sondern lediglich von einer Anpassung an den objektiv steigenden Bedarf für Personal, Miete etc., wie sie in allen Bereichen passieren. Es geht also hier nicht um ein „Mehr“, sondern um den Erhalt des Status Quo, die Sicherung wichtiger Arbeit in Bereichen, deren Lage ohnehin mehr als prekär ist.

Am 8. Februar wird in einer Sondersitzung des Stadtrats über einen Eilantrag der Rot-Grün-Roten Koalition abgestimmt. Dieser sieht vor, Fördermittel im Bereich Soziales und Kultur zu sichern, welche bisher im Doppelhaushalt nicht berücksichtigt wurden.

Um Ihnen die Situation ein wenig näher zu bringen, wollen wir die Streichung von Fördermitteln am Beispiel der Kulturförderung kurz erläutern:

Allein für den Bereich der Darstellenden Kunst in Dresden wurde ein Mehrbedarf von 2,1 Millionen Euro ermittelt, von denen bis November 2018 immerhin 0,5 Millionen Euro (allerdings für die gesamte Kulturförderung) in die Haushaltsplanung einbezogen wurden. Sollte dem Eilantrag nicht stattgegeben werden, fehlt sogar diese Summe.

Neben größeren kulturellen Institutionen wie der Volkshochschule und der Ostrale (Zentrum für zeitgenössische Kunst e.V.) sind auch viele kleinere Vereine und Projekte betroffen. Der Eilantrag soll deren Erhalt sicherstellen. Die Gelder für Nachbesserungen des Doppelhaushaltes sind faktisch vorhanden, denn der Stadtrat hat genau dafür eine Liquiditätsreserve mit verfügbaren Mitteln in Höhe von 43 Millionen Euro beschlossen.

Am kommenden Freitag soll nun endgültig im Stadtrat über den Eilantrag entschieden werden. Im Finanzausschuss wurde er bereits durch konservative Stimmen abgelehnt, fand allerdings im Sozialausschuss u.a. durch eine Stimme aus der Bürgerfraktion eine knappe Mehrheit. Es ist also noch nicht zu spät! Sollte der Eilantrag abgelehnt werden, würde das nicht nur das Aus für eine Vielzahl guter und wichtiger Projekte bedeuten. Insbesondere vor dem Hintergrund der Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt Europas wirft eine solche Entscheidung Fragezeichen auf.
Für die Dresdner Stadtgesellschaft bedeutet eine Ablehnung des Eilantrages massive Einschnitte in allen Bereichen, die für ein soziales, kulturelles und demokratisches Miteinander unerlässlich sind. Es bedeutet nicht weniger als die Streichung von Bildungs- und Beratungsangeboten für Menschen, die schon jetzt keine Lobby mehr und Unterstützung dringend nötig haben.

Wir sind davon überzeugt, dass die finanzielle Förderung der Kultur- und Bildungslandschaft als auch der Angebote für Kinder und Jugendliche essentiell ist, wenn es um die nachhaltige Gestaltung einer pluralistischen, offenen und toleranten Gesellschaft geht. Und wir befürchten, dass diese Einschnitte nicht die letzten sein werden.

Schauen Sie nicht weg, wenn in Dresden die Vielfalt in Kultur und Sozialem gefährdet ist! Lassen Sie die Stadträte, die Stadträtinnen und den Oberbürgermeister wissen, dass Sie die kulturellen und sozialen Entscheidungen und Entwicklungen kritisch verfolgen. Zeigen Sie sich solidarisch mit den Kulturschaffenden und Akteuren im Bereich Jugend und Soziales der Landeshauptstadt Dresden, mit unserem Kampf für eine diverse und freie Kulturlandschaft und Gesellschaft.

Lassen Sie nicht zu, dass Dresden kippt.
Dresden, den 6. Februar 2019

Es zeichnen
Adele Schmuck
Amac Garbe | Pressefotograf
Andrea Hilger | Leitung OSTRALE | OSTRALE – Zentrum für zeitgenössische Kunst e.V.
Andreas Schanzenbach | Gründer und Chief Innovation Officer | CROMATICS
Anett Bauer | Bildende Künstlerin | Muah
Anna Till | Choreografin und Tänzerin | situation productions GbR
Anne Pollenleben | Bloggerin und Poetry Slammerin
Antje Hellwig
Antje Wonneberger | Inhaberin Antje Dahm Maskenbild Design und Aufsichtsrätin für Darstellende Kunst | Wir gestalten Dresden
AUDITIVVOKAL
Banda Internationale
Benjamin Butter | Künstler
Bettina Lehmann | production management | situation productions GbR
Björn Lehninger
Carolin Killian |Studierende an der TU Dresden
Charlotte Ünver | Sozialpädagogin
Christian Clauß | Schauspieler
Christina Hrdina |Bürgerin und Mutter
Cindy Hammer | go plastic company, TanzNetzDresden
Claudia Creutzburg |Eltern-Kind-Büro KulturLebenUG Gruna und Prohils/Roter Baum
Cornelia Melzer | Werkstattleiterin Typografie | HfbK Dresden
Daniela Lehmann | Choreografin
Daniela Tonk | Geschäftsführerin | Johannstädter Kulturtreff e.V.
Die Mitglieder des Hole of Fame e.V. Dresden
Dorit Kämpfer
Dorothea Roggan | Freie Landschaftsarchitektin
Dr. Thomas Ranneberg
Dr. Willi Hetze | Vorsitzender Dresdner Literaturner e.V-
Elisabeth Venus
Ellen Demnitz-Schmidt | SPIKE Dresden
Fabian Günther | Sozialarbeiter
Francesca Lötscher Jöhnk alias Koko La Douce | Internationale Burlesque Ikone
Franziska Kusebauch | Freiberufliche Tanzschaffende, Zirkuspädagogin
Franziska Liebe
Frauen*bildungszentrum – Hilfe zur Selbsthilfe
Friedelbert Heidrich | stellvertr. Vorsitzender Literaturner e.V.
Friedrich Schlüter | URGE TO MOVE / FRIMAR Solutions GbR / DAVE Tolerave | Kulturhauptstadt Förderverein
Gaby Pietzschmann | kulturbewusste Bürgerin und ehemalige Einwohnerin der Stadt Dresden
Galerie Stephanie Kelly
Gerd Lohse
Gerede e.V.
Grit Karchow
Heike Zadow | Freie Kulturproduzentin | TanzNetzDresden, the guts company, Villa Wigman
Helge-Björn Meyer | Geschäftsführer Landesbüro Darstellende Künste Sachsen e.V.
Henning Wenzel | Autor
Holm Pinkert | Architekt | Architektur.Werk Pinkert
Irina Claußnitzer | Siebdruckerin | HfbK Dresden
Irina Koch | Mitarbeiterin Öffentlicher Dienst im Freistaat Sachsen
Iris Meusemann | Büro für Kulturvermittlung, Projektberatung und Veranstaltungsmanagement
Isaac Spencer | Freiberuflicher Tänzer, Tanzlehrer. Choreograph
Isolde Matkey | Dipl.-Musikwissenschaftlerin | tristan ProductionI Management I Event UG
Jacqueline Annett Künzel
Jan Kossick | Kulturmanager und Musiker
Jan Wilde | Zeitgebilde UG
Janik Fechtelpeter
Janine Splettstößer
Jenny Coogan | Professorin für Zeitgenössischen Tanz | Palucca Hochschule für Tanz Dresden
Jens Besser | Bildender Künstler und Organisator des Kulturhauptstadtbewerbungsprojekts GhettoResidency
LackStreicheKleber e.V.
Jessica Flecks
Johannes Am Ende | Künstlerischer Mitarbeiter | HfbK Dresden
Jörg Schwertdfeger | Umweltwissenschaftler und Regieassistent
Josefa Hose | Kulturproduzentin | Kultopia gGmbH
Josefine Schulz | Künstlerin | Schimmel Projects- Art Centre Dresden
Josefine Wosahlo | Freie Kulturproduzentin, Dipl. Tanzpädagogin, Tänzerin | the guts company e.V., Villa Wigman für TANZ e.V., TanzNetzDresden
Joshua Nowak
Jula Skomski
Julia Langhammer | PYLON-Lab
Kaddi Cutz | Poetry Slammerin, Autorin, Moderatorin
Katharina Hunsicker-Biederbeck | Studentin der Sozialen Arbeit | TU Dresden
Katharina Kersten | ARMADA OF ARTS
Kevin Sura
KlangNetz-Dresden e.V.
Konstantin Gröber
Kultur sucht Raum
Künstlerbund Dresden e.V.
Lennart Happe
Lisa Pfau
Luca Spliethoff | wissenschaftliche Mitarbeiterin | TU Dresden
Magdalena Weniger | Tanz- und Performanceschaffende | KOMA
Maren Ledworuski | Ergotherapeutin
Maria Liebe | Poetry Slammerin
Maria Nitsche | Freiberufliche Tanzpädagogin
Marie Hänsel | Sängerin | Youkali GbR
Marie Michael
Marie Neumann
Marie Sanders | Autorin
Marita Matzk | Studio für Tanzkörpertraining
Mark Greiser | URGE TO MOVE / FRIMAR Solutions GbR
Martin Büst
Maximilian Stühlen | Schimmel Projects- Art Centre Dresden
Melanie Köhn
Melanie Wahl | Projektmanagerin
Mirjam Hoff | Vorstandsmitglied Literaturner e.V.
Moritz Siegel | freier Lektor und Autor
Natalie Wagner | Choreografin | TanzNetzDresden
Neustadtpiraten (Piratenpartei Ortsverband Dresden-Neustadt)
Nicole Meyer | tristan ProductionI Management I Event UG
Nora Schruth | ARMADA OF ARTS
Noriko Melchior | Freiberufliche Tänzerin
Offener Kindertreff des Kinderladens Känguruh e.V.
Olaf Georgi | Vorstand | Sinfonietta Dresden e.V.
Olek Konrad Witt | Theaterregisseur, Schauspieler, Theaterpädagoge
Peter Tirpitz | Peter Tirpitz Kulissenbau
Petra Schwarzer | Rentnerin
Philipp Demankowski | Pressesprecher | DAVE Festival
Quartiermeister e.V.
Rasmus Roos Lindquist| Schimmel Projects- Art Centre Dresden
Roberto Krebs | DAVE Festival
Romy Schwarzer| Tänzerin, Choreografin
Sara Reuter
Sarah Hoemske | ARMADA OF ARTS
Sascha Möckel
scheune e.V. | Soziokulturelles Zentrum
Serkowitzer Volksoper e.V.
sowieso KULTUR BERATUNG BILDUNG
Stadtteilhaus Dresden-Äußere Neustadt e.V.
Stadtteilrunde Dresden-Neustadt
Stephan Janicki | Musiker und Moderator
Stephan Philipp | DJ und Veranstalter Tolerave
Susan Schubert | Dipl.-Tanzpädagogin, freie Dramaturgin, Choreografin | TENZA schmiede, go plastic company, TanzNetzDresden
Susanne Seifert | Kulturmanagerin, Hörfilmautorin, Mediengestalterin)
Svea Duve | Bildende Künstlerin
Sven Voigt | Leiter der Filmgalerie Phase IV e.V.
Tabea Wittulsky | Tänzerin
Thomas Preibisch | Institut für Gute Laune
Thomas Schmelzer | PYLON-Lab
Thomas Thorausch | Stellv. Archivleiter Deutsches Tanzarchiv Köln
Tim Vetterlein | kulturbewusster Bürger und ehemaliger Einwohner der Stadt Dresden
Trans-Media-Akademie Hellerau e.V. // CYNETART Festival
VASISTAS Magazin
Villa Wigman für TANZ e.V.
Wassily Nemitz |Politikwissenschaftler
Yaelle Dorison | Clownin und Sozialpädagogin