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Nicht nur Farben, Formen und Muster – Amalia Valdés gibt uns auch einen Einblick in die Seele ihrer Heimat

Die in Santiago de Chile geborene Künstlerin zeigt in ihrer aktuellen und ersten Einzelausstellung in Berlin Arbeiten, die geometrische Aspekte von Rastern untersuchen und den Betrachter:innen gleichzeitig einen Einblick in die Kultur der indigenen Völker ihres Heimatkontinents liefern.

Es freut uns immer, wenn wir Künstler:innen, die wir bereits kennenlernen und begleiten durften, in den Weiten der Kunstwelt wiederentdecken. Jetzt ist es mal wieder soweit: Denn Amalia Valdés haben wir bereits vor gut einem Jahr in ihrem Atelier zu einem Interview besuchen dürfen. Nun blicken wir mit Spannung auf ihre erste Einzelausstellung im Rahmen der Berlin Art Week 2021 bei Anahita Contemporary mit dem Titel „ÁNIMA“.

Aus dem damals geführten Interview wissen wir bereits, wie sehr die Künstlerin das Spiel mit Farben, Formen und Materialien liebt und beherrscht. Sich analytisch mit den geometrischen und raumproduzierenden Aspekten von Rastern beschäftigt. Das fällt auch bei den in der Ausstellung zu sehenden Relief- und Rasterarbeiten auf. Mal an der Wand, mal im Raum schwebend oder in Serie gerahmt.

Ausstellungsansicht, Bild von Roman März

Auch die Materialvielfalt fällt einem gleich ins Auge: Kork, Keramik oder Holz, dann wieder Stahl oder Aluminium. Diese Mischung aus Natur- und Industriematerialien steht nicht im Widerspruch sondern führt beim Betrachten zu einer aktiven Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung. Durch die matten, dann wieder glänzenden und reflektierenden Oberflächen ihrer Arbeiten wird man zur Beobachter:in der Veränderung von Form, Farbe und Licht in Abhängigkeit der eigenen Perspektive und Position in Raum. Man verankert sich visuell quasi selbst mit den Werken.

Doch das ist nicht alles, was die 1981 in Santiago de Chile geborene Künstlerin zu ihrer Kunst inspiriert. Beim Durchwandern der Ausstellung stellt sich ein Gefühl der Vertrautheit ein. Oder anders gesagt: Man blickt auf die Arbeiten und denkt an Südamerika, die Anden, Peru, Inka oder Azteken. Es sind gewisse Formen die sich in die Bildgestaltung einschleichen und einem dieses Gefühl geben. Ganz bewusst lässt die Künstlerin jahrtausendealte Symbole der indigenen Kulturen ihres Heimatkontinents wie das Andenkreuz (Chakana) oder die Whipala in ihre Arbeit einfließen.

So lautet der Titel der Ausstellung sicher nicht ohne Grund ÁNIMA – Seele. Denn was wir in dieser Ausstellung zu sehen bekommen, ist eben nicht nur ein abstrakter und untersuchender Umgang mit Farben, Material, Formen und Mustern sondern auch der Einblick in die Seele der vielfältigen Kultur eines ganzen Kontinents.

Ausstellungsansicht, Bild von Roman März

Zur Ausstellung erscheint auch ein Katalog mit Texten von Daniela von Damaros und einem Interview zwischen Amalia Valdés und Anahita Sadighi. Wir sind gespannt!

HURRY UP!

AMALIA VALDÉS – ÁNIMA

Anahita Contemporary
Schlüterstraße 14
10625 Berlin

Noch bis zum 23. Oktober 2021!

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